Wohnmobil-Elektrik für Anfänger: 12 V, 230 V, LiFePO4 und Wechselrichter
7 Min. Lesezeit · Stand 16.10.2026
Camper-Elektrik verständlich erklärt: Unterschied 12 V und 230 V, Batteriegröße, Wechselrichter, Absicherung und Kabelwege – und was in Fachhände gehört.
12 V und 230 V – zwei Netze
Im Camper laufen Licht, Pumpe, Kühlbox, Lüfter und USB-Laden meist direkt über 12 V aus der Aufbaubatterie. 230 V brauchst du nur für Haushaltsgeräte wie Laptop-Netzteil, Föhn oder Kaffeemaschine. Diese Spannung kommt entweder vom Landstrom am Campingplatz oder von einem Wechselrichter.
Die Aufbaubatterie
Die Batterie ist das Herz des Systems. Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) ist leichter als Blei und lässt sich deutlich tiefer entladen. Die passende Größe ergibt sich aus deinem täglichen Bedarf in Wattstunden – wie du ihn ermittelst, steht im Ratgeber zum Strombedarf.
Wechselrichter
- Nur einen reinen Sinus-Wechselrichter verwenden – empfindliche Geräte danken es
- Leistung nach dem größten gleichzeitig laufenden Gerät wählen, nicht größer als nötig
- Große Wechselrichter brauchen dicke, kurze Kabel zur Batterie
- Der Wechselrichter verbraucht auch im Leerlauf Strom – bei Nichtgebrauch abschalten
Laden: Landstrom, Solar, Lichtmaschine
- Ladegerät für Landstrom über eine CEE-Außensteckdose
- Solarmodule auf dem Dach mit MPPT-Laderegler
- Ladebooster lädt während der Fahrt aus der Starterbatterie
Sicherheit zuerst
- Jede Leitung nahe der Batterie absichern
- Leitungsquerschnitt nach Strom und Länge auslegen – zu dünne Kabel werden heiß
- Hauptschalter, um das System komplett trennen zu können
- 230-V-Anlage mit Fehlerstromschutzschalter (FI) und von einer Elektrofachkraft prüfen lassen
Komponenten und Kabelwege planen
Im Planer findest du unter „Elektrik“ Batterie, Wechselrichter, Ladegerät, MPPT, Sicherungen, CEE-Einspeisung, FI, Steckdosen und Schalter. Mit dem Schalter „⚡ Leitungen“ siehst du vorgeschlagene Kabelwege im Grundriss, und „Plan prüfen“ zeigt dir, was noch fehlt – zum Beispiel ein FI bei Außenstrom oder ein Regler zum Solarmodul.
Was in Fachhände gehört
Planen kannst du selbst. Die 230-V-Installation und alles, was die Fahrzeugelektrik betrifft, sollte eine Fachkraft ausführen oder abnehmen. Das schützt dich und hilft bei Versicherung und Zulassung.
Allgemeine Orientierung, keine Rechts- oder Fachberatung. Regeln unterscheiden sich je nach Land.